Meine ersten Erlebnisse.
Ja, nun hatte ich also im Juli 2002 endlich wieder ein schönes Zuhause gefunden. Mein Frauchen und Herrchen waren so lieb zu mir, ich wurde mit den besten Leckerlis verwöhnt, durfte mich in der Wohnung austoben und was ja das allerschönste war, ich durfte gleich am ersten Abend mit im Bett schlafen.
Ich konnte ja vor Aufregung und Freude gar nicht schlafen, sondern war beschäftigt mit schnurren, miauen und schmusen. Also, ich sage Euch...mein Frauchen und Herrchen haben in der ersten Nacht auch nicht viel schlafen können.
Die nächsten Tage war ich erstmal rundherum glücklich und zufrieden. Nach 3 Wochen wollte ich dann aber doch mal gerne raus, ich sah ja immer vom Fenster aus den schönen großen Garten und das war sehr verlockend.
Dann war es soweit, mein Frauchen machte endlich die Tür auf und ich durfte raus. *freu*
Natürlich kam sie mit und beobachtete mich auf Schritt und Tritt. Aber das war mir egal, es war so schön hier draußen, was es hier alles zu sehen gab, zu beschnuppern und zu erkunden.
Dann bekam ich erst mal einen Schreck, hier gab es ja noch einen von meiner Sorte. Ich hörte, dass er Hans Dietrich genannt wurde *lustig* und wollte ihm gleich zeigen, dass hier jetzt mein Revier ist. Das fand er aber gar nicht so gut, ich bekam gleich von ihm eine gescheuert und spürte seine Krallen.
Ich habe mich natürlich gewehrt, unsere Frauchen und Herrchen mischten sich dann auch noch ein und brachten uns auseinander. Sie meinten, ach die beiden werden sich noch aneinander gewöhnen. Ich dachte nur, na was bleibt mir denn anderes übrig, der Hans Dietrich wohnte hier schon 11 Jahre und ich war neu, also ging ich ihm die nächste Zeit erstmal aus dem Weg.

Mein schlimmstes Erlebnis.
Also, was ich dann im August 2002 erlebt habe, das möchte ich nie nie wieder erleben. Ich war ja erst 6 Wochen in meinem neuen Zuhause. Es war an einem Freitag so gegen 20 Uhr, ich durfte nochmal raus (natürlich war Frauchen wieder mit draußen) ich bummelte so durch den Garten und suchte Löcher im Zaun, weil ich auch mal in Nachbars Garten wollte. Da passte Frauchen bisher immer höllisch auf, dass ich ja nicht das Grundstück verlasse. Es wurde schon recht kühl und Frauchen meinte, sie müsse sich eine Jacke holen.
Was dann geschah ....fragt mich nicht. Jedenfalls als Frauchen wieder raus kam, war ich weg. Sie suchte nach mir und rief immer wieder meinen Namen. Es wurde immer dunkler und Frauchen wurde immer verzweifelter. Herrchen kam gegen 22 Uhr von der Arbeit und fand mein Frauchen weinend vor. Jetzt suchten alle beide und auch der Vermieter suchte noch mit, aber leider erfolglos. Ja, und ich wollte auch gern wieder nach Hause, aber irgendwie schaffte ich das nicht. Mein Frauchen hat die ganze Nacht nicht geschlafen und immer wieder nach mir gesucht und ich wußte, dass sie sehr viel geweint hat.
Der nächste Tag ein Samstag und die nächste Nacht vergingen und ich kam immer noch nicht nach Hause. Mein Frauchen und Herrchen suchte in der ganzen Nachbarschaft nach mir, aber keiner hatte mich gesehen. Auch am Sonntag...das gleiche, ich kam einfach nicht nach Hause und wollte doch sooo gern. Aber ich glaube, ich war eingesperrt. Noch eine Nacht ohne mein geliebtes Frauchen, ich war so traurig.
Dann plötzlich am Montagmorgen um 5 Uhr... endlich, ich war plötzlich wieder in meinem Garten, sah das Fenster, wo ich immer raus und rein durfte. Mein Herrchen machte gerade das Fenster auf, weil er mich wohl gesehen hatte. Ich machte erst mal einen Höllenlärm, miaute so laut ich nur konnte und mein Frauchen weinte mal wieder, aber ich wußte, dass es Freudentränen waren. Sie knuddelte mich und drückte mich fast tot, so freute sie sich. Nun musste ich aber erst mal was essen und trinken und dann wollte ich nur noch schlafen. Aber so richtig schlafen konnte ich nicht, weil ich immer wieder die Augen aufmachte, um zu sehen, ob ich wirklich wieder zu Hause war. Mein Frauchen meinte ja, ich war bestimmt in einer Garage eingesperrt und als der Mann, dem die Garage gehört zur Arbeit wollte, da konnte ich wieder raus. Sie meinte nur, so schlimme Tage möchte sie nicht nochmal erleben. Ich auch nicht....
NIE WIEDER
So, das waren die längsten Geschichten, ich könnte noch viel mehr erzählen von den letzten 5 Jahren, aber ich werde ab heute unter "Mein Tagebuch" nur noch ab undzu berichten, nämlich wenn etwas interessantes passiert.